Wie oft sollte man zum Augenarzt gehen?

Kurze Antwort

Gesunde Erwachsene zwischen 18 und 60 sollten alle 1-2 Jahre eine umfassende Augenuntersuchung machen lassen. Ab 60 werden jährliche Untersuchungen empfohlen. Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, Diabetes haben oder eine familiäre Vorbelastung mit Augenerkrankungen besteht, sollten Sie unabhängig vom Alter jährlich gehen.

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Ihre Augen schicken Ihnen keinen Warnbrief, bevor etwas schiefgeht. Erkrankungen wie Glaukom und Makuladegeneration rauben Ihre Sehkraft so schleichend, dass der Schaden bereits angerichtet ist, wenn Sie es bemerken. Eine Augenuntersuchung geht nicht nur darum, eine Tafel abzulesen — es geht darum, etwas zu schützen, das Sie nicht zurückbekommen können.

Detaillierte Aufschlüsselung

Augenuntersuchungen tun weit mehr als Ihre Brillenstärke zu aktualisieren. Eine umfassende Untersuchung kann frühe Anzeichen ernster Erkrankungen erkennen — nicht nur in Ihren Augen, sondern im gesamten Körper. Bluthochdruck, Diabetes und sogar bestimmte Krebsarten können bei einer Routineuntersuchung der Augen auffallen.

Standardzeitplan nach Alter

Kinder (Geburt bis 17) Untersuchungen mit 6 Monaten, 3 Jahren, vor der Einschulung und dann alle 1-2 Jahre bis 17. Kinder beschweren sich selten über Sehprobleme, weil sie nicht wissen, wie „normal" aussieht.

Erwachsene 18-39 Alle 2 Jahre, wenn Sie keine Symptome oder Risikofaktoren haben. Bei Sehhilfen oder familiärer Vorbelastung mit Augenerkrankungen auf jährliche Untersuchungen umsteigen.

Erwachsene 40-64 Alle 1-2 Jahre. In diesem Alter beginnen altersbedingte Erkrankungen wie Alterssichtigkeit (Schwierigkeiten beim Nahsehen), Katarakt und Glaukom aufzutreten. Ihr Augenarzt empfiehlt möglicherweise ab 40 jährliche Besuche.

Erwachsene 65+ Jedes Jahr ohne Ausnahme. Das Risiko für Katarakt, Glaukom, Makuladegeneration und diabetische Retinopathie steigt deutlich. Früherkennung ist entscheidend für den Erhalt der Sehkraft.

Risikofaktoren, die jährliche Untersuchungen erfordern

Unabhängig von Ihrem Alter sollten Sie jährliche Augenuntersuchungen machen, wenn Sie:

  • Brille oder Kontaktlinsen tragen
  • Diabetes haben oder eine familiäre Vorbelastung damit
  • Familiäre Vorbelastung mit Glaukom oder Makuladegeneration haben
  • Medikamente nehmen, die das Sehvermögen beeinflussen (Kortikosteroide, Antihistaminika)
  • Intensiv am Bildschirm arbeiten oder in gefährlichen Umgebungen
  • Augenoperationen oder Augenverletzungen hatten

Was eine umfassende Augenuntersuchung umfasst

Eine vollständige Augenuntersuchung dauert typischerweise 30-60 Minuten und kann umfassen:

  1. Sehschärfetest — Buchstaben auf einer Tafel in Ferne und Nähe lesen
  2. Refraktionsbestimmung — Ermittlung Ihrer genauen Brillenstärke
  3. Augendruckmessung (Tonometrie) — Screening auf Glaukom
  4. Untersuchung mit erweiterten Pupillen — Tropfen weiten die Pupillen, damit der Arzt Netzhaut und Sehnerv untersuchen kann
  5. Gesichtsfeldtest — Prüfung auf blinde Flecken, die auf neurologische Probleme hinweisen können
  6. Spaltlampenuntersuchung — mikroskopische Betrachtung der vorderen Augenstrukturen

Der Unterschied zwischen Sehtest und Augenuntersuchung

Ein Sehtest — wie beim Führerschein oder in der Schule — prüft nur, ob Sie in der Ferne klar sehen können. Er prüft nicht auf Augenerkrankungen, beurteilt nicht die Augengesundheit und misst keinen Augendruck. Ein Sehtest ist kein Ersatz für eine umfassende Untersuchung beim Augenarzt.

Anzeichen, dass Sie früher zum Augenarzt gehen sollten

Warten Sie nicht auf Ihre nächste geplante Untersuchung, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Plötzliches verschwommenes Sehen oder Schwierigkeiten beim Fokussieren
  • Häufige Kopfschmerzen, besonders nach Bildschirmzeit
  • Augenschmerzen, Rötung oder Schwellung, die anhalten
  • Lichtblitze, Mouches volantes oder einen „Vorhang-Effekt" sehen
  • Schwierigkeiten beim Sehen bei Nacht oder beim Autofahren
  • Zusammenkneifen oder Anstrengen beim Lesen von Schildern oder Bildschirmen
  • Doppeltsehen auf einem oder beiden Augen

Kurzübersicht

Altersgruppe Untersuchungshäufigkeit Hinweise
Kinder (0-17) Nach pädiatrischem Zeitplan Mit 6 Monaten, 3 Jahren, vor der Einschulung, dann alle 1-2 Jahre
Erwachsene 18-39 Alle 2 Jahre Jährlich bei Sehhilfen oder Risikofaktoren
Erwachsene 40-64 Alle 1-2 Jahre Altersbedingte Erkrankungen beginnen aufzutreten
Erwachsene 65+ Jedes Jahr Höheres Risiko für Katarakt, Glaukom, Makuladegeneration
Diabetiker (jedes Alter) Jedes Jahr Diabetische Retinopathie kann irreversiblen Sehverlust verursachen

Du hast gerade den Zeitplan gelesen. Richte es einmal ein und denk nie wieder daran.

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